“Piqto is e Jeföhl”
Monday, April 20th, 2009
Nach einer kurzen Auszeit meldet sich die Interviewabteilung des Piqto-United-Blogs zurück. Nachdem erst der Trainer die Möglichkeit genutzt hatte sich öffentlich zu äußern, wird ab sofort wöchentlich ein Spieler genauer beleuchtet. Außenverteidiger Karl von Luckwald macht hierbei den Auftakt in diese neue Reihe.
Karl von Luckwald, geboren am 15.8.1989 in Köln, ist eines der Gründungsmitglieder von Piqto-United und aufgrund seiner Technik und seiner Zähigkeit einer der Stützpfeiler von Piqto.
Seine Karriere begann er bei Arminia 09, wo er 4 Jahr als Abwehrspieler, Torwart und defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt wurde. Anschließend wechselte er zu Fortuna Köln und spielte dort 1 1/2 Jahre efolgreich im rechten Mittelfeld. Dazu genoss er parallel noch die Ausbildung durch die legendäre Baui-Jugendabteilung, in der er ebenfalls aktiv war. Rückblickend betrachtet war es eine lehrreiche Zeit, die ihm fußballerisch einiges gebracht habe, sagt er heute.
Mittlerweile ist Karl von Luckwald aus dem Team nicht mehr weg zu denken. Obwohl er sportlich immer gute Leistungen brachte, war er zwischenzeitlich einer der umstrittensten Spieler der Mannschaft. Nun stellt er sich den kritischen Fragen des Piqto-United-Blogs.

Herr von Luckwald, Sie sind einer der Gründungsväter von Piqto-United und müssten noch gute Erinnerinnerungen an die Anfänge von Piqto haben. Wie haben Sie damals die Loslösung vom Baui und den Abgang des umstrittenen Trainers Bergmann gesehen?
Ich muss sagen, dass Bergmanns Nachfolger Coach Sanders einen exzellenten Job macht. Er ist der Beste, den wir kriegen konnten. Durch Piqto-United ist ein neuer Wind entstanden und man merkt diese Aufbruchsstimmung in der Südstadt, etwas erreichen zu wollen.
Waren Sie damals mit dem neuen Vereinsnamen einverstanden?
Der Name gefällt mir, die Mannschaft ist zudem Werbeträger für Hugos Modelabel . Ich bin eher ein Gegner von Anglizismen, aber Piqto-United ist schon in Ordnung. Es ist ein Name, den man mehrmals lesen muss, weil er eher ungewöhnlich ist. Das heißt, dass wir auffallen und das kann der Mannschaft nur gut tun.
Die Anfangszeit von Piqto-United war nicht gerade einfach. Wie haben Sie persönlich Schicksalsschläge wie das Vorrundenaus beim Südstadt-Turnier, das verlorene Relegationsspiel und das Pokalaus verarbeitet und verkraftet?
So etwas ist natürlich immer traurig. Gerade das Relegationsspiel… Da hatten wir uns so viel vorgenommen und dann so unglücklich und unverdient verloren. Ich hätte im Boden versinken können, als ich den Elfmeter vergab. Das Pokalaus ist unsere Schuld, wir waren zu doof Tore zu schießen. Wir hätten locker siegen können. Jede Niederlage tut weh, aber so ist eben Fußball. Dieser Sport ist unberechenbar und zieht deswegen so viele Menschen in seinen Bann. Wir spielen den attraktivsten Fußball in der Südstadt. Wir haben enormes Potenzial in der Mannschaft und werden in den kommenden Jahren die Besten sein. Da bin ich mir sicher.
Welche Rolle haben Sie Piqto-United auf dem Spielfeld, sind mit Ihrer Position zufrieden?
Ich bin eher ein ruhigerer Spieler auf dem Feld. Ich habe bis jetzt immer in der ersten Elf gespielt und ich will weiterhin durch Leistung meinen Stammplatz rechtfertigen. Ich denke, dass ich ein wichtiger Mannschaftsteil bin, aber es gibt zwei oder drei, die unverzichtbar sind. Ich denke im Notfall wäre mein Ausfall kompensierbar. Mit der Rolle des Außenverteidigers komme ich sehr gut zurecht, obwohl ich im Mittelfeld aufgewachsen bin. Ich bekleide auch sehr gerne die zentral defensive Rolle, aber ich spiele dort, wo ich der Mannschaft am meisten helfen kann.
Bis vor kurzem waren Sie wahrscheinlich der Spieler, der am meisten polarisiert hat, weil Liebäugeleien mit dem Konkurrenten FC Rhenania von den meisten Ihrer Mitspieler nicht gern gesehen wurden. Wie sind Sie Ihrer Meinung nach in diese Situation gekommen?
Nun ja, Beran, Philipp und ich haben letztes Jahr angefangen bei Rhenania auszuhelfen. Anscheinend habe ich ihnen als Außenverteidiger gut gefallen, sodass sie mich weiter haben wollten. Diese ganze Scheiße, von wegen ich habe zwei Herzen in meiner Brust, ist doch Unsinn. Ich wurde ja eine Zeit lang kritisiert, dass ich für Rhenania auflaufe. So etwas kann ich nicht verstehen. L.A. Galaxy war froh, dass sich Beckham und Donovan während ihrer freien Zeit bei anderen Vereinen fit gehalten haben.
Andere Spieler haben diesen Spagat allerdings deutlich dezenter absolviert, wieso wurden Sie immer so kritisiert?
Das frage ich mich auch. Ich habe wirklich oft bei Rhenania ausgeholfen, dass hat sich natürlich herumgesprochen. Die Spieler von Rhenania haben ja auch öfters den Piqto-Jungs erzählt, ich gehöre jetzt zu ihnen. So etwas provoziert natürlich und ruft eine Hetzkampagne hervor. Ich musste in der Zeit viel aushalten, aber meine Familie und die konstanten Leistungen haben mir immer wieder Kraft gegeben. Ich habe mich nie als ein Rhenanier gefühlt. Es war stets ein professionelles und freundschaftliches Verhältnis. Auf dem Platz habe ich jedoch immer alles gegeben für Rhenania.
Würden Sie heute jubeln, wenn Sie gegen Rhenania ein Tor erzielen würden?
Ich denke schon. Ich habe damals auf dem Geburtstag zweier Teamkollegen ein bisschen zu viel getrunken und habe mich zu so einer Aussage verleiten lassen. Ich werde aber nicht überschwenglich meine Freude herauslassen, denn ich mag die Jungs von Rhenania und begegne ihnen mit Respekt. Sie haben mir die Möglichkeit gegeben Wettkampfpraxis zu sammeln.
Glauben Sie, dass die Diskussionen bezüglich Ihrer Person und dem FC Rhenania jetzt beendet werden können?
Ich denke diese Diskussion hat sich in letzter Zeit immer mehr eingestellt. Ich habe großen Rückhalt von Coach Sanders bekommen und auch immer wieder klargestellt, dass mein Herz für Piqto schlägt. Diese ganze Diskussion war lächerlich und es ist leider meschlich, dass immer wieder ein Opfer gesucht wird, auf dem man rumhacken kann. Ich denke jeder weiß, dass ich Piqto liebe.
Was ist es für Sie für ein Gefühl das Piqto-United-Trikot überzustreifen und für Piqto-United aufzulaufen?
Jedenfalls erfüllt es mich mit großem Stolz. Wir haben hier etwas aufgebaut und der Club wächst und wächst und wächst. Das Piqto-Trikot ist nicht mein Trikot, sondern meine Haut. Sobald die Medizin es ermöglicht, das Herz tätowieren zu lassen, werde ich mir Piqto-United eingravieren lassen.
Ein Blick in Ihre fußballerische Zukunft: Wo geht es mit Piqto-United und mit Ihnen hin?
Ich will mein Leben lang Fußball spielen und habe mit Piqto noch Großes vor. Der Reiz in die Kreisliga zu wechseln ist natürlich groß, aber die Doppelbelastung ist natürlich enorm und Piqto hat Priorität. Ich hoffe der Verein wird noch lange existieren, denn mein Traum ist es, ersteinmal Bunte Liga zu spielen und dann den Sprung in die Kreisliga zu schaffen. Diese Ambitionen sind da und ich werde alles dafür tun.
Was bedeute Piqto-United für Sie?
Piqto is e Jeföhl…
Das Gespräch führte:
- Simmel

Sauber!
Super Interview stark geführt !Das Interview stellt einiges klar! Ich bin sehr froh das sich die Lage um Karl insgesamt beruhigt hat! wir sollten uns nun gemeinsam wieder auf guten Fußball besinnen! Karl danke ich auch für seine positive Äußerung in Richtung seines Trainers das ist sehr wichig für mich!!
Simmel outet sich immer mehr als Starjournalist! Beide Daumen hoch: Klare, kritische und sachliche Fragen, so machen Interviews Spass!
ja das ist natürlich ganz stark. hier und ein klares bekenntnis meinerseits zur mannschaft!
Stark!!!
aha so ist das also !!