Weinrote Trauer im Regen

Piqto United erreicht das Halbfinale beim Südstadt-Turnier, scheidet dann aber gegen den Erzrivalen FC Rhenania aus. Große Enttäuschung beim gesamten Team.

Der Regen prasselte auf die  mittlerweile durchweichten Pollerwiesen, als der Schiedsrichter das Halbfinale zwischen den Dauer-Konkurrenten Piqto und Rhenania abpfiff. Das Wetter hätte die Stimmung der Spieler nicht besser wiederspiegeln können. Mit hängenden Köpfen und Fassungslosigkeit in den Gesichtern schlichen sie vom Feld. PiqU verlor das Derby, die Chance sich zu beweisen, auf die man jetzt schon über ein Jahr hingearbeitet hatte, konnte nicht genutzt werden.

Dabei war den, bis auf die verletzten Sanders und Esser, in Bestbesetzung spielenden Kolibris in der Vorrunde ein Durchmarsch gelungen. Zum Auftakt traf man wie schon im letzten Jahr auf das Team  “Jupp Schmitz”, die PiqU mit einer sehr defensiven und kompakten Aufstellung empfingen. Trotz spielerischer Überlegenheit und eines leichten Chancenplus kam man auf den kleineren Toren nicht über ein 0:0 hinaus. Zum Auftakt ein ordentliches Ergebnis.

Im zweiten Match der Gruppenphase steigerte sich PiqU dann aber und besiegte “Michaels Kämpfer” 1:0. Philipp Gärtner konnte das erste Tor an diesem Tag erzielen. Der Gegner hatte ebenfalls beste Torchancen, die aber vom überragenden Piqto-Keeper Jürgens vereiltelt wurden.

Anschließend traf man auf die ” Kickenden Kurfürsten”.  PiqU spielte von Anfang an druckvoll nach vorne, schnell fiel das 1:0. Stürmer Roman nutzte einen Abwehrfehler der Kurfürsten gnadenlos aus und grätschte den Ball ins Tor. PiqU konterte danach geschickt, Roman markierte mit seinem zweiten Treffer den Entstand.

Die “Gaffelstube Juniors” kämpften ebenfalls mit um die ersten beiden Plätze der Gruppe, weswegen PiqU besonders konzentriert ins Spiel ging. Gülöz sorgte früh für die Führung, indem er eine kurzausgeführte Ecke aus spitzem Winkel ins Tor hämmerte. Danach wurde der Gegner wieder eiskalt ausgekontert. Roman und Giani Heering erzielten weitere Tore, das Spiel endete 3:0.

Nun musste man noch gegen den Titelverteidiger “Ubierschänke” antreten, gegen die sich Piqto früher schon einige hitzige Duelle geliefert hatte. Diesmal war es jedoch ein unspektakuläres 0:0, das Piqto den vorzeitigen Einzug ins Viertelfinale sicherte und der “Ubierschänke” ebenfalls beste Chancen aufs Weiterkommen einbrachte.

Mit einem 1:0 über “Formica Rufa” beendete PiqU auf Platz eins die Gruppenphase und zog souverän mit einem Torverhältnis von 7:0 in KO-Phase ein. Roman erzielte das goldene Tor.

Im Viertelfinale warteten die “Kölner Uniwiesen-Kicker” auf die Kolibris. Doch auch die hatten der Piqto-Offensive wenig entgegen zu setzen. Das 1:0 fiel schnell. Roman war wieder der Torschütze.  Danach spielte man weiter nach Vorne, Gärtner konnte nachlegen, das Spiel war entschieden. In der Nachspielzeit musste Torwart Jürgens nach einem Eckball das erste Gegentor hinnehmen. Das änderte aber nichts mehr daran, dass PiqU ins Halbfinale einzog.

Das Semi-Finale wird sich wohl als eine der dunkelsten Stunden in das Gedächtnis der Spieler einbrennen. Alle wollten unbedingt den Sieg und nach dem 5:3 Erfolg im letzten Testspiel, glaubte man fester den je daran, Rhenania zu schlagen und das Finale zu erreichen. Beide Mannschaften waren hochmotiviert vor diesem Prestigeduell. Bei strömendem Regen wurde die Partie angepfiffen. Nach den ersten Zweikämpfen wurde schnell klar, dass sich der Gegner heute keine blöße geben würde. Die Rhenanias schmissen sich in jeden Ball und kämpften um jeden Zentimeter. PiqU wirkte ungewöhnlich gehemmt und verunsichert. Die bis dahin tadellos agierende Verteidigung um Sundermann und Hein stand ungewohnt unsicher. Folglich nutzte Rhenania eine Abwehrlücke und schoss das 0:1 . Piqto-Keeper Jürgens war machtlos. Auch anschließend kam PiqU nicht richtig ins Spiel und fiel fast schon in eine Art Schockstarre. Viele Fehler im Spielaufbau machten es schwierig zu Torchancen zu kommen. Rhenania konterte stark und kam weiterhin zu hochkarätigen Torgelegenheiten, die allerdings ungentutzt blieben. Kurz vor Schluss fiel dann das entscheidende 0:2, nachdem Piqto-Verteidiger Hein einen eigentlich schon geklärten Ball verlor, den Vincent Schmidt ins Tor beförderte. Das Derby endete 0:2, Rhenania jubelte, Piqto fiel in tiefe Depression.

Auch wenn es schwer fällt, sollte nach diesem Turnier der Stolz auf das Erreichte überwiegen. Immerhin gewann man den ersten Pokal der noch jungen Vereinsgeschichte. Piqto United steht vor dem Einzug in die Bunte Liga, die eine ganz neue Herausforderung darstellt. Den Kolibris gehört die Zukunft.

- Simmel

4 FEEDBACKS

  1. Jürgens sagt:

    PIIIIIIIIIIIIIIQTOOOOOO UNITED

  2. Fabes sagt:

    Schöner Artikel, schönes Turnier, 3.Platz geht schon in Ordnung! Nächstes Jahr wird wieder angegriffen!

  3. Nora sagt:

    PIQTO! PIQTO! PIQTO UNITED ÜBER ALLES!

  4. Coach sagt:

    Erste Stellungnahme von Sanders zum Südstadttunier:
    “Den Kolibris gehört die Zukunft.” (PiqtoUnitedBloq, 8 Juni 2009)

    “So siehts aus, wir haben unsere Ziel erreicht! Natürlich hätten wir uns nach unserer vorrunde und dem viertelfinale gerne auch den Einzug ins Finale gesichert und es kommt auch dazu das wir gegen den Erzfeind ausgeschieden sind. Aber ich bin sehr zufrieden mit der Leistung des Team. Wir haben gezeigt dass wir uns auf viele verschiedene Gegner einstellen können und haben spielerisch gezeigt was wir drauß haben! Im gegensatz zum letzten Jahr sind wir bis auf das Halbfinale sehr souverän aufgetretten! Wir dürfen auf keinen Fall die Köpfe hängen lassen und werden uns nun weiter nach vorne orientieren ” ( Kicker, 9Juni 2009)

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